Digitaldruck: Varianten, Einsatzgebiete und besondere Stärken

Digitaldruck: Varianten, Einsatzgebiete und besondere Stärken

April 16, 2014
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Digitaldruck gehört zu der Art von Druckverfahren, bei denen der Druck direkt vom Computer zum Drucker übertragen wird. Dabei werden keine festen Druckvorlagen verwendet, wie dies zum Beispiel beim Offsetdruck der Fall ist. Digitaldruck basiert auf dem elektrofotografischen Druck, der zum Beispiel beim Laserdruck angewendet wird.

Der Digitaldruck wird auch als Direct Digital Printing bezeichnet. Hiermit sind personalisierte Drucke unkompliziert möglich. Diese finden zum Beispiel bei Rechnungen, Kontoauszügen oder Postern ihre Anwendung. Das Drucksystem kann Vorrichtungen zum Binden oder zum Zuschnitt beinhalten. Somit können in kürzester Zeit individuelle Druckprojekte fertig gestellt werden.

Digitaldruck: Welche Varianten gibt es in der Praxis?

Es gibt verschiedene Digitaldrucksysteme. Dazu zählen die Laser- und Tintenstrahldrucker. Diese werden häufig in kleinen Unternehmen und im Homeoffice-Bereich genutzt. Für Industrieanwender sind Grosssysteme von Marken wie HP, Canon, Xerox oder Ricoh auf dem Markt. Dabei wird mit einen Electro-Ink-Verfahren gearbeitet. Die Verarbeitung erfolgt auf flüssiger Basis, wobei die Druckfarbe auf das Druckmaterial aufgebracht wird. In der Praxis sind so Druckbreiten bis zu 5 Metern möglich. Digitaldruck ist zum Beispiel zur Gestaltung von Werbebannern geeignet. Solche Aussenbanner beinhalten einen Druck auf PVC, Folie oder veredeltem Leinen-Gewebe. Vorteil: Die bedruckten Werbebanner sind über Jahre im Aussenbereich wetterfest einsetzbar.


Digitaldruck sorgt für hochwertige Printerzeugnisse. (Bild: @ Alterfalter - fotolia.com)

Digitaldruck sorgt für hochwertige Printerzeugnisse. (Bild: @ Alterfalter – fotolia.com)


Digitaldruck: Wo rentiert er sich?

Digitaldruck eignet sich besonders für personalisierte Kleinserien. Viele Bücher erscheinen heute im Digitaldruck. Hierbei ist das Risiko gerade für kleine Verlage erheblich geringer. Digitaldruck eignet sich auch für Produkt- und Markttests von Printerzeugnissen. Dabei kann mit Auflagen von 100 bis 200 Exemplaren getestet werden, wie der Markt auf das Buchprojekt reagiert. Oder es erfolgt der Druck nach Bestellung. Dieses Druckverfahren, genannt „Book on demand“, kommt besonders für Fachbücher infrage. Als allgemeine Faustregel ist davon auszugehen, dass Digitaldruck bis zu Auflagen von rund 1’000 Stück die richtige Wahl ist. Für umfangreichere Auflagen rentiert sich das Bogen-Offsetdruckverfahren eher.

Ein weiterer Anwendungsbereich des Digitaldrucks erschliesst sich in Kombination mit der Digital-Fotografie. So werden Fotobücher, Grusskarten und Kalender direkt vom Kunden hergestellt und ausgedruckt. Für den Grossformatdruck wird der Digitaldruck ebenso eingesetzt. Hierbei entstehen riesige Plakate, Banner oder auch Tapeten, die nach individuellen Vorstellungen gefertigt werden.

Digitaldruck – Stärken und Schwächen

Der Digitaldruck ist ideal für individuelle fotorealistische Ausdrucke zu einem annehmbaren Preis geeignet. Hinsichtlich Geschwindigkeit lässt sich sagen, dass das Digitaldruckverfahren bedeutend schneller ist als der Offsetdruck. Kleinaufträge sind im Digitaldruck meist innerhalb von 24 Stunden realisierbar. Ein grosses Plus beim Digitaldruck ist die Personalisierung der Drucke. So können 1:1 Marketingaktionen konzipiert werden, die direkt mit den Kundendaten personalisiert werden. Auf diese Weise erhält der Kunde zum Beispiel ein direkt auf ihn abgestimmtes Mailing. Die Produktion desselben erfolgt durch Auslesen der persönlichen Daten und Verknüpfung der Texte und Bilder.

Die Schwäche des Digitaldrucks ist der beidseitige Druck beim Tintenstrahldrucker, der nicht ganz genau ist. Bei bestimmten Sonderfarben ist der Offsetdruck ebenfalls dem Digitaldruck vorzuziehen.



Digitaldruck – Abgrenzung zu anderen Drucksystemen

Mittlerweile ist der Unterschied zu den Hochleistungskopierern fast fliessend. Digitaldruckgeräte beinhalten oft noch Speichermedien für die jeweilige Druckvorlage. Beim Digitaldruck ist die Bildqualität bedeutend höher als zum Beispiel beim Kopierer. Die Farbtreue entspricht auch eher dem Original, weil umfangreiche Einstellungen über das Farbmanagement des Digitaldruckgerätes möglich sind.

Die Geräte weisen eine hohe Produktivität auf. Es sind auch mehrere Formatierungen möglich, da eine Vielzahl von Seiten auf einem grossen Bogen angeordnet werden können Dies ist für den Druck von Werbematerialien ideal. In Kombination mit einem Laminiersystem eignet sich der Digitaldruck für Aufkleber (Fahrzeugbeschriftungen) oder Schilder aus Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Glas oder Acryl. Speziell mit einem Oberflächenschutz versehen, trotzen sie Wind und Wetter und eignen sich optimal für den Innen- und Aussenbereich.

 

Oberstes Bild: @ fovito – fotolia.com

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